Mein Büro ist im Keller. Für viele klingt das nach einem düsteren Verlies, für mich ist es der ultimative Ort für Deep Work und Fokus. Hier unten gibt es keine ablenkenden Fenster zur Straße und es ist herrlich ruhig.
Doch diese Ruhe hat einen Preis: Isolation. Eine Tür und eine Betondecke trennen mich effektiv vom Rest des Hauses – und damit auch von Paketboten, der Familie oder der Information, ob die Luft hier unten langsam „dick“ wird.
Die Lösung? Mein Smart Home muss diese physische Lücke überbrücken. In der aktuellen Podcast-Episode zeige ich euch, wie ich Home Assistant, ESPHome und einiges an DIY-Elektronik nutze, um das perfekte „Connected Keller-Office“ zu schaffen.
Das Problem der Unerreichbarkeit
Früher war das größte Problem die Türklingel. Wenn ich im „Tunnel“ war – vielleicht noch mit Noise-Cancelling-Kopfhörern – habe ich jeden Paketboten verpasst. Das musste sich ändern.
Meine Lösung ist eine DIY smarte Türklingel, die ich bereits in einem früheren Video vorgestellt habe. Sie macht die Klingel „sichtbar“.
- Der Clou: Home Assistant schickt mir nicht nur eine Push-Nachricht aufs Handy (das ich oft ignoriere, wenn ich arbeite).
- Die Lösung: Ich bekomme ein visuelles Pop-up direkt auf meinen Desktop-Monitor und eine Sprachansage über die Lautsprecher im Büro. „Es hat geklingelt“. So verpasse ich garantiert nichts mehr, ohne aus dem Workflow gerissen zu werden.
Mein Beitrag zur DIY Smart Doorbell
Gesundheit im Bunker (Der IKEA Luft-Hack)
Im Keller merkt man oft nicht, wie schnell die Luftqualität sinkt. Man wird müde, bekommt Kopfschmerzen und die Produktivität leidet, ohne dass man weiß, warum.
Auch hier hilft das Smart Home proaktiv. Ich nutze meinen gemoddeten IKEA Vindriktning Sensor, den ich mit einem ESP8266 Board und ESPHome „schlau“ gemacht habe. Er misst die Partikelbelastung und (über einen Zusatzsensor) CO2.
Das System wartet nicht darauf, dass ich auf ein Dashboard schaue. Wenn die Werte kritisch werden, bekomme ich eine aktive Warnung: „Zeit zu lüften“. Technik, die sich um meine Gesundheit kümmert, damit ich mich auf die Arbeit konzentrieren kann.
So habe ich den IKEA Sensor smart gemacht
Work in Progress: Das Gehirn unter dem Schreibtisch
Aktuell arbeite ich an einem neuen Herzstück für das Büro: Einem ESP32, der direkt unter meiner Schreibtischplatte montiert wird. Dieses Projekt hat zwei Ziele:
- Anwesenheit: Eigentlich ermittle ich meine Anwesenheit im Büro und damit auch die Notwendigkeit, das Licht einzuschalten, über Bermuda BLE. Das ist aber etwas träge. Daher bekommt der ESP32 einen klassischen Bewegungsmelder, der sofort schaltet, wenn ich das Büro betrete.
- Szenen-Steuerung: Über ein kleines Display und einen Joystick will ich Szenen wie „Fokus-Modus“ (Licht dimmen, Benachrichtigungen aus) oder „Videocall“ (Frontlicht an) steuern, ohne die Maus bewegen zu müssen.
Ein Blick in die Zukunft
Das Setup ist nie fertig. Da ich unten oft nicht höre, was oben im Haus passiert, plane ich weitere Upgrades zur besseren Abstimmung mit der Familie:
- Ein smartes Türschloss für das Büro, damit die Kinder nicht reinplatzen, wenn Papa gerade aufnimmt.
- Ein digitales „On Air“ Hinweisschild an der Tür sowie auch oben im Haus, damit die Family immer weiß, ob man gerade stören kann oder nicht.
- Und die „Königsdisziplin“: Eine smarte Gesprächserkennung. Das System soll per Mikrofon im Raum erkennen, ob ich gerade spreche (egal ob Telefon, Teams oder Zoom) und automatisch meinen Status auf „Beschäftigt“ setzen.
Wie löst ihr das Home-Office Dilemma zwischen Ruhe und Erreichbarkeit? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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