Eine schlichte Automatisierung, die wirklich hilft
Viele denken, ein Smart Home müsse erst kompliziert werden, bevor es etwas bringt. Meine Erfahrung ist genau umgekehrt.
Diese Automatisierung habe ich in Home Assistant gebaut, der offenen Plattform, über die bei mir alle Geräte zusammenlaufen. Simpler geht kaum.
Sie macht einen alltäglichen Moment ein Stück leichter, und genau darum geht es. Die einfachen Dinge sind die, die bleiben.
So erreichst du den oberen iPhone-Rand
Handydisplays werden immer größer, und die obere Symbolreihe liegt für den Daumen längst außer Reichweite, wenn man das Gerät einhändig hält.
Das iPhone hat dafür eine eingebaute Lösung: eine Geste, die den kompletten Bildschirminhalt nach unten schiebt, sodass die obere Hälfte zu einem kommt.
Ein Geheimnis ist das nicht, aber viele kennen es trotzdem nicht. Als Stück Bedienkonzept finde ich es klug gelöst.
Meine DIY-Fernbedienung kann jetzt Infrarot
Die selbstgebaute Fernbedienung, an der ich seit einer Weile sitze, ist einen Schritt weiter: Sie sendet inzwischen auch Infrarot.
Das ist wichtig, weil viele ältere Geräte im Wohnzimmer nach wie vor nur auf diese unsichtbaren Lichtimpulse hören, mit denen klassische Fernbedienungen arbeiten.
Damit deckt ein einziges selbstgebautes Gerät beides ab: die vernetzte Technik und die Geräte, die nie smart geworden sind.
Ein Familientagebuch, das die KI schreibt
Die Wochen ziehen vorbei und die kleinen Alltagsmomente verschwimmen. Ich wollte sie festhalten, ohne mich dafür jedes Mal hinzusetzen.
Also lässt eine generative KI, also Software, die selbstständig Texte formuliert, zusammentragen, was in der Familie in der vergangenen Woche oder im Monat passiert ist, und macht einen Tagebucheintrag daraus.
Herausgekommen ist eine fortlaufende Chronik unseres ganz normalen Familienlebens, die sich nebenbei selbst schreibt.
Musik, die mein Haus täglich neu erzeugt
Statt einer festen Playlist erzeugt mein Zuhause inzwischen jeden Tag eigene, neue Musik.
Erstellt wird sie von einer generativen KI, und was dabei herauskommt, hängt von der Lage ab: wer gerade da ist und welche Szene, also welche voreingestellte Stimmung, gerade aktiv ist.
Der Soundtrack klingt deshalb nie zweimal gleich und verändert sich mit dem Raum, statt im Hintergrund in einer Schleife zu laufen.
Mein Zuhause schlägt das Abendessen vor
Die Frage, was heute gekocht wird, kostet im Alltag mehr Kraft, als sie sollte.
Also habe ich sie abgegeben. Eine generative KI, also Software, die selbst Vorschläge formuliert, stellt das Menü zusammen, und der Vorschlag liegt schon bereit, wenn wir nach Hause kommen.
Gekocht wird dadurch nichts, aber der leere Moment vor der Entscheidung fällt weg. Ignorieren darf man den Vorschlag natürlich trotzdem.
Eine Tageszusammenfassung meines Smart Homes
Wenn genug Automatisierungen laufen, lässt sich kaum noch sagen, was das Haus über den Tag eigentlich gemacht hat.
Deshalb schreibt eine generative KI mir jetzt einen kurzen Rückblick auf den Vortag. So werden all die Abläufe im Hintergrund an einer Stelle lesbar.
Am nützlichsten ist, was heraussticht: Auffälligkeiten und Ausreißer landen in der Zusammenfassung, statt in den Protokollen unterzugehen.
Automatisierungs-Ideen von der KI
Irgendwann gehen einem die Ideen aus, was im Haus noch automatisiert werden könnte. An dem Punkt habe ich mir Anregungen von außen geholt.
Eine generative KI hat sich mein Setup in Home Assistant angesehen, also das offene System, über das meine Geräte laufen, und daraufhin Automatisierungen vorgeschlagen.
Nicht jeder Vorschlag war es wert, gebaut zu werden, aber ein paar waren richtig schlau und haben mir Räume neu gezeigt, die ich für fertig hielt.
KI-Bilder, die sich der Situation anpassen
Leere Wände waren das Letzte im Haus, das sich nie verändert hat. Ein gerahmter Druck hängt jahrelang unverändert da.
Jetzt entstehen die Bilder per KI und richten sich nach dem jeweiligen Kontext. Was an der Wand hängt, ist damit nie lange festgelegt.
Das Ganze liegt irgendwo zwischen Dekoration und laufendem Experiment, und das Haus wirkt dadurch deutlich weniger starr.
Gutenachtgeschichten mit Hilfe der KI erzählen
Sich jeden Abend eine neue Gutenachtgeschichte auszudenken, ist anstrengender, als es klingt, vor allem nach einem langen Tag.
Als Mitautor macht sich eine generative KI erstaunlich gut. Sie hilft beim Märchen, spinnt eine Geschichte um etwas, das die Kinder tatsächlich erlebt haben, oder übernimmt komplett.
Erzählt wird weiterhin von mir. Weg fällt nur der leere Moment am Anfang.
Verlorene Dinge per Bild-KI wiederfinden
Etwas in der eigenen Wohnung zu verlieren, ist besonders ärgerlich, weil man ja weiß, dass es irgendwo da ist.
Ich habe eine generative KI auf die Kamerabilder im Haus angesetzt. Sie erkennt Gegenstände und Personen auf einem Bild, und damit lässt sich fragen, wo etwas zuletzt zu sehen war.
Angefangen hat das als Sicherheits-Experiment, herausgekommen ist eher eine Suchfunktion für den Haushalt.
Als die KI im Haus anfing, Witze zu machen
Ich habe den Benachrichtigungen im Haus Humor beigebracht. Push-Nachrichten und Sprachansagen kamen von einer generativen KI mit dem Auftrag, witzig zu sein.
Manches saß. Anderes war die Sorte Witz, die nur derjenige lustig findet, der sie eingerichtet hat.
Meine Frau war von dem Experiment merklich weniger begeistert als ich, und das ist vermutlich schon die ehrlichste Rückmeldung, die man dazu bekommen kann.
Morgen-Briefing beim Betreten des Raums
In den ersten Minuten des Tages ist eine kurze, gut getimte Information am meisten wert.
Mein Haus begrüßt mich deshalb mit einer persönlichen Nachricht, sobald ich einen bestimmten Raum betrete. Eine Anwesenheitserkennung merkt, dass jemand hereinkommt, und löst sie aus.
Formuliert wird der Text von einer KI aus den Daten, die mein Home Assistant ohnehin sammelt. So spiegelt das Briefing den tatsächlichen Zustand des Hauses und nicht einen Standardsatz.
Zehn KI-Ideen für das vernetzte Zuhause
Das hier ist der Auftakt einer Reihe, in der ich zehn Wege durchgehe, wie generative KI das Verhalten eines Hauses verändern kann.
Gemeinsam ist allen, dass sie auf einer ganz normalen Automatisierungs-Plattform wie Home Assistant aufsetzen. Wer bereits ein Setup hat, kann sie also ausprobieren.
Manches ist praktisch, anderes eher Spielerei. Zusammen ergibt sich ein ordentliches Bild davon, was heute schon geht.
20.000 Abonnenten, kurz gefeiert
Eine Zahl ist vorbeigezogen, mit der ich beim ersten Video über meine Projekte ehrlich nicht gerechnet hätte: 20.000 Abonnenten.
Dahinter stehen viele Leute, die jemandem beim Löten, Verkabeln und gelegentlichen Scheitern zusehen und trotzdem dabei bleiben. Selbstverständlich ist das nicht.
Deshalb an dieser Stelle ein kurzes Danke an alle, die mitverfolgen, was hier entsteht. Danach geht es direkt zurück an die Werkbank und an das nächste unfertige Projekt.
Selbstgebauter Türöffner mit NFC-Tag
Der Schlüssel ist der eine Teil des Hauses, der nie smarter geworden ist. Also habe ich mir eine eigene Lösung drumherum gebaut.
Ein NFC-Tag ans Lesegerät halten, und die Tür geht auf. NFC funktioniert über wenige Zentimeter, es ist dieselbe kontaktlose Technik wie beim Bezahlen mit Karte.
Der Tag selbst verschwindet problemlos in der Hosentasche, und es muss nichts geladen oder erst entsperrt werden.
Sprach-Satelliten: selbst bauen oder kaufen
Ein Sprach-Satellit ist die kleine Box im Raum, die auf einen gesprochenen Befehl hört und ihn an das System weitergibt, das im Haus die Fäden zieht.
So etwas kann man selbst bauen oder fertig kaufen. Ich stelle beide Wege nebeneinander.
Die ehrliche Antwort hängt davon ab, wie viel Feierabend man investieren möchte. Genau diesen Aufwand schaue ich mir für beide Varianten an.
Eine Smart-Home-Fernbedienung selbst gebaut
Statt einen fertigen Controller zu kaufen, habe ich einen entworfen: eine eigene Platine mit einem ESP32, also einem kleinen programmierbaren Funk-Chip, auf dem die freie Firmware ESPHome läuft.
Diese Kombination lässt die Fernbedienung mit Home Assistant sprechen. Ein Gerät genügt, um Licht zu schalten oder die Heizung anzupassen, ganz ohne App.
Ich zeige den kompletten Weg, vom Zeichnen der Platine bis dahin, dass der Chip programmiert ist und die Tasten tun, was sie sollen.
Jetzt reagieren alle Tasten
Kleiner Meilenstein bei der selbstgebauten Fernbedienung: Jede einzelne Taste macht jetzt das, was sie soll.
Bis dahin war deutlich mehr Fehlersuche nötig, als man dem Ergebnis ansieht. So laufen diese Projekte meistens, und die letzten Eingänge sind immer die hartnäckigsten.
Hier ist ein kurzer Blick auf die Platine, auf der endlich alle Eingaben so ankommen, wie sie von Anfang an gedacht waren.
Meine selbstgebaute Fernbedienung lebt
Die Fernbedienung, an der ich baue, fühlt sich langsam nach einem echten Gerät an und nicht mehr nach einem Haufen Einzelteile.
Die Platine, die ich für die Tasten entworfen habe, funktioniert, und zwar besser als in diesem Stadium erwartet. Ein paar Details muss ich noch nachziehen, aber das bekomme ich hin.
Wieder ein Schritt näher daran, alles im Haus über ein einziges selbstgebautes Gerät zu steuern.